Eine Holzkonstruktion ersetzte eine graue Nachkriegsfassade. Zunächst gab es Sorgen um Brandschutz und Schall. Nach Einzug lobten Nachbarn die Ruhe, das helle Treppenhaus und den Holzduft. Die Betriebskosten sanken, gleichzeitig stieg das Miteinander, weil Gemeinschaftsräume endlich einladend und warm wirkten.
In einer heißen Stadtwohnung wurde die obere Etage mit Lehmputz erneuert. Der Sommer fühlte sich zum ersten Mal erträglich an, Lüfter liefen seltener. Allergiker berichteten von weniger Reizungen. Die Eigentümer beschlossen, weitere Zimmer nachzurüsten und ihre Erfahrungen transparent mit Nachbarn zu teilen.
Ein landwirtschaftlicher Betrieb experimentierte mit Hanf-Schäben und Kalk als Dämmung. Die Bauphase roch nach Feld und Freiheit, freiwillige Helfer lernten rasch. Im Winter blieb die Stube warm, im Sommer angenehm. Jetzt verkauft der Hof regionale Platten, schafft Arbeitsplätze und schult Handwerkerinnen kontinuierlich.
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